26 Jun 2010

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CD aufnehmen – aber nur mit Autotune

Wer schon immer ´mal eine CD aufnehmen wollte, weil er in der Badewanne so toll singen kann, wer aus dem Tonstudio mit mitleidigen Blicken hinaus komplimentiert wurde, weil sich der Vocaltrack plötzlich ganz anders anhörte, als im heimischen Badezimmer, der schaue sich das folgende Video an:

Ist das nicht beruhigend? Es gibt, dem Herrn sei´s gelobt, noch weitere Gesangslegastheniker.

Wir erinnern uns: Kurz vor der Jahrtausendwende hatte Cher den Autotune-Effekt zum ersten Mal im deutschen Fernsehen vorgeführt. “Believe”, der Nr. 1 Song mit den metallisch gefärbten Vocals, bescherte der Sängerin mit dem chirurgisch wie kosmetisch vielfach getunten Körper ein spätes Comeback.

Eigentlich dient Autotune der Glättung von Gesangsstimmen. Stimmliche Unsauberkeiten werden beim Aufnehmen per Soft- bzw. Hardware ausgeglichen, Missklänge geglättet und ungewollte „Färbungen und Schwebungen“ korrigiert. So weit, so gebräuchlich. Dann kreierte jemand den Reiz der Übertreibung: das metallische, roboterhafte Timbre auf der Stimme erweckte eine ganz eigene  Begeisterung. Und das Produkt, der Interpret mit der einzigartigen Stimme, ließ sich wesentlich besser vermarkten.

Mal unter uns – was wäre Cher ohne den Autotune Effekt?

Ein allerletztes Gimmick zum Thema:

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