6 Nov 2010

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Frauenarzt – Deutsch Hip Hop fürs Klo

Klassenkampf im Lehrerzimmer

In meinem letzten Beitrag über Klassenkampf im Lehrerzimmer fand sich ein Hinweis auf den Berliner Möchtegern Rapper Frauenarzt, einem Sozius der fake-ass-gangsta-so called-rapper-absolutely-wanna-be-star-and-hip-hop-trash-community.
Ob das ein sexy migrantisch geprägtes Musikantenstadl unter der Leitung von dem Sido mit der Maske ist?

Frauenarzt

Nein. Für alle die es nicht wissen: Vincente de Teba Költerhoff, so der bürgerliche Name des „Musikers“, wurde wegen Gewaltdarstellung, pornographischer Gewaltdarstellung sowie dem Besitz von insgesamt 15 verbotenen CDs, die im April 2009 im Rahmen einer Hausdurchsuchung bei ihm gefunden wurden, angeklagt und verurteilt  (am 21. Dezember 2009  wegen obiger Delikte) und ist damit vorbestraft.

Seine Stellungnahme dazu: “Man muss sich das mal vorstellen, ich bin jetzt vorbestraft, wegen meiner Musik. Es ist
doch traurig, dass man nicht über seine eigenen sexuellen Vorstellungen und Vorlieben rappen darf.“
Ob man ihm den Satz: “Ey maaaaan wozu brauch ich Grundschulabschluss, Alta, ich bin doch net schwul, weißde wie isch mein?” ebenfalls zuschreiben darf, ist noch nicht bestätigt.

Nuttensong

Damit sich jeder ein Urteil über Vinzenz’ lyrische Quahlitäten bilden kann, hier ein Textauszug: “Ich spritz Dir in die Fresse/ weil Du Nutte es so willst/ Ich bin ein harter Atze/ mit einem harten Schwanz/ Ich habe Eier in der Hose/ die Du lutschen kannst/ Ich liebe Nutten/ die es schlucken / wenn es mir kommt.” (aus Nuttensong)

Das steckt dahinter

Frauenarzt versucht damit zu argumentieren, dass es sich in seiner Musik nur um einen künstlerischen Ausdruck handelt, welcher sein Leben, bzw. die Realität in seinem wahren Umfeld widerspiegelt.
Mir scheint eher folgende Erklärung einleuchtend zu sein: Die sexuelle Entwicklung des armen Vinzenz ist möglicherweise auf einer pre-pubertären Stufe unterbrochen worden. Es soll ja kleine Jungs geben, die sich den Beruf des Frauenarztes als aufregend und sexuell stimulierend vorstellen. Oder leidet der Verbal-Vandale vielleicht an einer Potenzstörung, die sich in frauenfeindlichen Texten und der Verherrlichung sexueller Gewalt manifestiert?
Man weiß es nicht – muss man auch nicht.
Wahrscheinlich liegt der Ursprung seiner Texte bei ausschweifenden Besuchen in Berliner Bordellen oder auf „Saufpartys“ sowie dem Leben in der Berliner Straßengang Berlin Crime.

In die Schrottpresse

Festzuhalten bleibt: Die technische Qualität vom Nuttensong oder anderer „Lieder“ ist ein Äquivalent zu den Texten – teilweise aus der alleruntersten Schublade – Plastik Hip Hop der billigen Machart und neuerdings ausschließlich auf Kommerz ausgerichtet (Atzenmusik).

Alternative

Deshalb hier ein neuer gedanklicher Ansatz: Warum bemüht sich der Vinzenz nicht um die Vertonung gewaltpornografischer oder besonders blutrünstiger Horrorfilme? Die Texte dafür hat er schon. Und das Rappen kann er ja anderen überlassen. Denen, die es können.

Abschließend der gespannte Bogen zu Klassenkampf im Lehrerzimmer: Es ist schade, dass die Macher dieser gelungenen Serie o. g. Kriminellen ein Forum verschaffen und damit Promotion für ihn betreiben. Oder mach‘ ich das etwa gerade auch…?

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