30 Jun 2010

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Richtig singen – gut aufnehmen (Teil 2)

(Basiswissen für Anfänger – sowohl Sänger als auch Tontechniker)

4. Singen und Mikrofon

Es muss kein 5000 € Mikro sein, aber irgendwelche Fernost Low-Cost Modelle sollten man lieber nicht benutzen, wenn man nicht nur richtig. sondern auch gut singen und ´rüberkommen will.  Nicht nur in Profistudios, sondern auch in Projektstudios werden  mittlerweile aufgrund der günstigen Preisentwicklung Kondensatormikrofone genutzt – hier gibt es bereits in der Preisklasse ab 300 € ziemlich hochwertige Produkte von z. B. AKG, Audio-Technika oder anderen Herstellern. Natürlich ist es von Vorteil, mehrere Mikros zur Auswahl zu haben,
man kann entsprechend der Stimmfärbung des Vokalisten das „richtige“ Mikrofon zum richtigen Singen auswählen. Wenn man in der glücklichen Lage ist, auch noch zwischen unterschiedlichen Richtcharakteristiken auszuwählen (Niere, Kugel), kann eigentlich nicht mehr viel passieren. Jedenfalls nicht von Seiten der Technik.

Singen – eine Frage der Entfernung…

Die Entfernung des Sängers vom Mikrofon spielt eine erhebliche Rolle für die Qualität der Aufnahme. Befindet sich der Mund des Sängers beim Singen dicht am Mikro, nimmt einerseits die Übersteuerung durch Explosivlaute zu, andererseits erhält die die Stimme eine warme Tönung (Nahbesprechungseffekt). Wird der Abstand beim Singen größer, kann die Aufnahme luftiger und transparenter werden, weil Raumanteile mit aufgenommen werden. Als grobe Faustregel gilt: Die Entfernung Sänger – Mikrofon beträgt etwa 15 – 20 cm.

Geben Sie sich nicht mit weniger zufrieden, als Sie erreichen können: Nehmen Sie so viele Spuren wie möglich auf (natürlich mit vertretbarem zeitlichen Aufwand), bei der Bearbeitung der Vokalspuren werden sie froh sein, unter den besseren Takes auswählen und schneiden zu können.

Im nächsten Teil geht es um Kompression während und nach der Aufnahme

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